Das Foto hat einen gewissen Seltenheits- und auch Erinnerungswert. Diese Winterlinde an der Straße zwischen Trieb und Anger fotografierte Siegfried Mischke bereits im Dezember 2010. Einige Zeit später hat ein Sturm die Äste des Baumes abgebrochen und ließ nur ein Stumpf zurück. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war alles schneebedeckt und es herrschte neblig trübes Wetter, welches alle Konturen der Landschaft in sich verschmelzen ließ. Dadurch kam das markante und imposante Erscheinungsbild des 20 m hohen Baumes besonders gut zu Geltung. Am Fuß der Linde befindet sich ein Gedenkmarterl von 1749, weshalb ihr Alter auf ca. 400 Jahre geschätzt wird. Zwischenzeitlich hat der Baumstumpf der „Kreuzkapeller Linde“ neue Triebe gebildet und man darf davon ausgehen, dass sie mindestens weitere Jahrzehnte die Landschaft optisch bereichert.
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Wenn sich Graugänse in Massen niederlassen, ist nicht jedermann davon begeistert. Für Fotografen können sie jedoch ein interessantes Motiv sein. Siegfried Wagner beobachtete an einem kalten Winternachmittag einen großen Schwarm dieser Vögel am Rudufersee. Als diese in ihrer Ruhe gestört wurden, erhoben sie sich wie auf ein Kommando in die Luft. Jetzt wurde es für den Fotografen interessant und in schneller Reaktion gelang es ihm, einige dieser fliegenden Gänse im Bild festzuhalten. Die tiefstehende Sonne sorgte für eine optimale Ausleuchtung der Szenerie und verlieh dem Foto eine anziehend wirkende Bildaussage.
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Diese außergewöhnliche Aufnahme von Reinhold Hopf mit dem Titel „Pilz auf Pilz“, besticht nicht nur durch ihre technische Raffinesse, sondern auch durch ihre ästhetische Wirkung.
Das Foto zeigt einen Helmling, einen zarten Pilz, der von dem sogenannten Helmlingsschimmel befallen ist. Was für das bloße Auge unscheinbar wirken mag, entfaltet in der Aufnahme eine faszinierende Detailfülle: feine Strukturen, subtile Farbnuancen und die geheimnisvolle Symbiose von Pilz und Schimmel.
Das Bild entstand als sogenannter Focusstack – eine Technik, bei der mehrere Einzelaufnahmen zu einem einzigen, gestochen scharfen Foto kombiniert werden. Ganze 120 Aufnahmen wurden dafür präzise übereinandergelegt, sodass selbst die kleinsten Details des Pilzes klar erkennbar sind.
Für die Beleuchtung benutzte er zwei LED-Leuchten, die jeweils im 45-Grad-Winkel von links und rechts ausgerichtet waren. Dieses Lichtsetup sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung und hebt die filigranen Strukturen des Helmlings eindrucksvoll hervor.
Die Faszination dieser Aufnahme beruht nicht nur auf einer technischen Perfektion, sondern auch auf ihrer künstlerischen Aussagekraft. Sie zeigt, wie Naturfotografie weit über reine Dokumentation hinaus gehen kann – hin zu einem Werk, das Staunen und Bewunderung auslöst.
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Das prachtvolle Barockschloss Moritzburg zählt zu den schönsten Wasserschlössern in Sachsen. Inmitten einer weitläufigen Teich- und Parkanlage beherbergt das Schloss eine der bedeutendsten Jagdtrophäensammlungen Europas und das „Federzimmer“, welches mit über einer Million farbiger Vogelfedern geschmückt ist. Das märchenhafte Schloss in der Nähe von Dresden diente auch als zauberhafte Kulisse des legendären Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Als Zeitpunkt für diese Aufnahme entschied sich Günther Lamm für die blaue Stunde, um die Farbe des Himmels mit den Spiegelungen der Schlossanlage im See wirkungsvoll in Szene zu setzen.
Text und Foto: Günther Lamm
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Zum AV-Abend am 13. November 2025 in der Neuen Filmbühne Lichtenfels laden wir auf das Herzlichste ein.Dieser Abend bietet wieder, wie in den vergangenen Jahren, eine bunte Themen-Vielfalt von insgesamt 22 kurzweiligen mit Musik hinterlegten Multimedia-Shows, welche von den Mitgliedern des Foto Clubs Lichtenfels erstellt wurden. Begeben Sie sich mit uns auf eine multimediale Reise zu idyllischen Orten und Landschaften, zu beeindruckenden Städte- und Länderreisen, in die faszinierende Tierwelt, hinein in historische „Zeitepochen“, sowie an weitere magische Plätze. Kommen Sie, lassen Sie sich virtuell in alle diese Welten entführen und genießen Sie eine unvergleichliche Kinoatmosphäre mit einer digitalen Laser-Projektion auf einer 8-Meter-Leinwand sowie Klangwelten im Dolby 7.1 Surround Sound.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Es besteht freie Platzwahl unter Ausschluss von Reservierungen. Einlass ist ab ca. 19:00 Uhr / Vorstellungsbeginn ist um 19:30 Uhr Der Zugang zum Kino (Treppenhaus) befindet sich in der Bamberger Straße 3 am unteren Stadtturm neben dem Eingang zum WEKA-Kaufhaus in Lichtenfels.
Ihr Peter Müller – Vorsitzender des LFC –
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In klaren Nächten entfalten über der verschneiten Landschaft Lapplands die grün und violett flammenden Polarlichter ein Schauspiel der besonderen Art. Auch Tang GuangPing war auf seiner Nordlandreise von diesem Tanz der Lichter fasziniert und hielt dies in eindrucksvoller Weise im Bild fest. Besonders stimmungsvoll wirkt seine Bildkomposition durch die auf der Bank sitzenden Frau, welche dem winterlichen Panorama Leben und Wärme verleiht. Die rote Kopfbedeckung zieht das Auge des Betrachters auf sich, lässt ihren stillen Blick in den nächtlichen Himmel erahnen. Ein Moment, der zum Staunen und Träumen einlädt, zum Genießen eines Augenblicks voll Ruhe, Schönheit und nordischer Magie.
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Während seines Urlaubs auf Usedom gelang dem Fotografen Karl-Heinz Gehringer eine äußerst imposante Aufnahme zweier Möwen. Die Vögel befinden sich vor einem dramatischen Himmel über der Ostsee. Sie fliegen in entgegen gesetzten Winkeln durch die Luft – die eine etwas höher und mit einem Fisch im Schnabel, die andere darunter mit ausgebreiteten Flügeln. Die Flügel sind weit geöffnet, was ihre elegante Bewegung unterstreicht. Die Szene wirkt sehr lebendig und gleichzeitig ruhig, eingefangen in einem besonderen Augenblick zwischen Tag und Nacht, Natur und Bewegung. In diesem Bild offenbart sich ein flüchtiger Moment zwischen Himmel und Erde – ein Tanz zweier Möwen im Angesicht der untergehenden Sonne. Sie wirken wie gegensätzliche Pole eines stillen Duells oder eines Spiels, das nur sie verstehen. Eine von ihnen trägt einen Fisch im Schnabel – Symbol für das Überleben, für Jagd, für Triumph. Die andere folgt ihr, scheinbar im Schatten dieser Geste, oder vielleicht in einem stummen Wettstreit um dasselbe Ziel. Der schwer mit Wolken beladene Himmel kündigt Veränderung an. Dunkle, fast bedrohliche Schichten legen sich über das warme Leuchten des Sonnenuntergangs – als würde sich der Tag weigern, die Nacht hereinzulassen. Und doch scheint zwischen den Wolken das Licht durch, in feinen Streifen, als Erinnerung daran, dass Schönheit oft in der Spannung zwischen Gegensätzen liegt. Dieses Bild ist mehr als eine Naturaufnahme. Es ist ein Gleichnis: über das Streben, das Jagen, das Fliegen – über das Leben in einer Welt voller Herausforderungen, über Licht und Schatten. Die Möwen stehen dabei sinnbildlich für Freiheit und Überlebenswillen, für die Einsamkeit des Fliegens und die Verbundenheit mit dem Element, das sie trägt – der Luft. Die Szene bleibt offen – ein Moment, eingefroren kurz vor der Entscheidung. Wer wird triumphieren? Oder ist der Flug selbst schon der Sieg?
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Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist ein Schmetterling aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae) und ist in Deutschland eine besonders geschützte Art gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG. Dieser majestätische Großfalter zählt zu den schönsten europäischen Tagfaltern und ist mit einer Flügelspannweite von bis zu 8,6 cm neben dem Segelfalter einer der größten Tagfalter im deutschsprachigen Raum sowie einer der größten Schmetterlinge Mitteleuropas.Insgesamt gibt es jährlich von ihm zwei bis drei Generationen, wobei die erste Generation bereits Ende April und die dritte Generation in warmen Regionen auch noch im September anzutreffen ist. Die erste Generation eines Jahres ist gelb und schwarz gemustert und hat eine blaue Binde mit roten Augenflecken an der Innenseite der Hinterflügel. An diesen Hinterflügeln stehen kurze, schwarz gefärbte “Schwänzchen“ ab. Bei den weiteren Generationen eines Jahres sind die Flügelfarben sogar etwas kräftiger ausgebildet.
Der Lebensraum der Raupen
Der Lebensraum der gefräßigen Raupen befindet sich vor allem in Biotopen und naturnahen Gärten, in denen Doldengewächse (Möhren, Dill, Fenchel, Pastinak, usw.) angebaut werden. Hier legen die weiblichen Schmetterlinge ihre Eier einzeln ab, um für eine ausreichende Nahrung der Raupen zu sorgen.
Die ausgewachsenen, unbehaarten Raupen des Schwalbenschwanzes werden ca. 45 mm lang, haben eine grüne Grundfärbung mit schwarzen Querstreifen und gelben oder orangeroten Punkten. Wenn sich die Raupen bedroht fühlen, stülpen sie eine orange gefärbte Nackengabel aus, die zur Abwehr einen Duftstoff absondert, welcher Ameisen, Schlupfwespen und andere Parasiten abschrecken soll.
Die Raupen verpuppen sich zu grünen bzw. braungrauen Gürtelpuppen und verbringen im Frühjahr und Sommer bis zum Schlüpfen als Schmetterling eine Puppenruhe von 12–19 Tagen. Findet die Verpuppung allerdings erst ab Mitte August, also bei Tageslängen von unter 15 Stunden statt, legen die verpuppten Raupen eine “Diapause“ ein und überwintern als Puppe um letztendlich im nächsten Frühjahr zu schlüpfen.
Ein gefräßiger Gartenbewohner
Fotograf Peter Müller war sehr erfreut, als er vor einigen Wochen eine Raupe dieses Schmetterlings in seinem Garten vorfinden konnte. Sie befand sich mehrere Tage an wechselnden Standorten auf einem Dillstrauch, um sich die nötigen Kraftreserven für die Verpuppungs-Phase anzufressen. In dieser Zeit gelangen dem Fotografen mehrere beeindruckende Komplett- und Porträtaufnahmen der Raupe.
Zum Erhalt des Fortbestehens des “Schönen Ritters“, wie Kenner den Schwalbenschwanz nennen, ist es also äußerst wichtig, dass wir vermehrt auf Vielfalt in unseren Gärten (Biodiversität) setzen und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten. Ebenso sollte man die entsprechenden Pflanzen, welche der Schwalbenschwanz zu seiner Ernährung bevorzugt, nicht in den “Herbstputz“ des Gartens mit einbeziehen, da sich in diesen womöglich verpuppte Raupen zum Überwintern befinden. Sie sind meist nicht leicht zu erkennen, da sie sich eventuell auch in Bodennähe zurück gezogen haben könnten.
Text und Foto: Peter Müller
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Die Highlights der Städte mit den Augen und der Kamera einzufangen ist eine Vorliebe des Fotografen Mirko Gahn. Seine Auswahl an Bildern der bereits besuchten europäischen Städte und darüber hinaus ist so umfangreich, dass er beim jährlich (im November) in der Neuen Filmbühne Lichtenfels stattfindenden „AV-Abend“ des Lichtenfelser Foto Clubs bevorzugt Impressionen aus den von ihm besuchten Städte präsentiert. Seine diesjährige Städtereise führte ihn ins Baltikum nach Klaipeda, Vilnius, Riga und Tallinn. Weiter nach Skandinavien mit Helsinki, Stockholm und Kopenhagen, bevor er mit vielen Bildern im Gepäck wieder die Heimreise antrat. Diese Aufnahme zeigt die prächtige Treppe im Naturkundemuseum Helsinki. Das Treppenhaus ist ein echtes architektonisches Juwel mit eindrucksvoller Form und historischer Tiefe: Erbaut im Jahr 1913 als russischsprachiges Kadettengymnasium „Alexander Lyceum“ im neobarocken, flamboyanten Stil wurde das Gebäude nach der Unabhängigkeit Finnlands zum Zoologiemuseum, jetziges Naturkundemuseum, umgewandelt. Das darin befindliche Treppenhaus besticht durch gekrümmte Geländer und geschwungene Landungen, die diesen verspielten, neobarocken Charakter unterstreichen. Nicht ohne Grund wird sie oft als eine der zehn schönsten Treppen der Welt bezeichnet. 2005 wurde das Gebäude umfassend renoviert, um historische Details und moderne Funktionalität zu vereinen. Dabei blieb die Treppe als zentrales Element erhalten. Jedem, der die finnische Hauptstadt mal besuchen will, sei ein Abstecher ins Naturkundemuseum zu empfehlen, nicht nur wegen der Architektur, sondern auch wegen der Ausstellungen.
Text und Foto: Mirko Gahn
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Der eigene Garten ist für Herbert Ramer eine fotografische Fundgrube. Neben verschiedenen Singvögeln, die er gerne mit seiner Kamera einfängt, steht ihm auch eine botanische Vielfalt an Fotomotiven zur Verfügung. Unter anderem diese Flockenblume, welche durch den neutralen Hintergrund hervorragend zur Geltung kommt und mit diesem farblich bestens harmoniert. Für den großen Schärfenbereich wurde Focus Stacking angewandt. Bei dieser Technik werden von einem Motiv mehrere Bilder mit unterschied-lichen Fokuspunkten aufgenommen und anschließend zu einem einzigen Bild zusammengefügt. Diese Aufnahmetechnik ist besonders für die Nah- und Makrofotografie interessant, wo die Schärfentiefe erfahrungsgemäß manchmal nur wenige Millimeter beträgt.
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